Nennwert von Wertpapieren

Bei einer Nullcouponanleihe im klassischen Sinn bezeichnet man die Endauszahlung als Nennwert.

Bei Anleihen im Allgemeinen ist die Prozentnotierung üblich: Die Anleihe hat einen festen Nennwert und ihr aktueller Kurs wurde relativ zum Nennwert angegeben. Eine 50-Euro-Anleihe zu einem Kurs von 1000% kostet also 500Euro.

Dies war früher auch bei Aktien üblich. Bis vor wenigen Jahren fanden sich an der Börse München noch einige prozentnotierte Kleinstgesellschaften. Schon seit Jahrzehnten hat sich jedoch die Kursangabe der Aktie an sich durchgesetzt, seit Ende der 1990er-Jahre auch die nennwertlose Aktie (Stückaktie), die nur noch einem der aktuellen Gesamtaktienzahl entsprechenden Anteil am Grundkapital entspricht. Der Nennwert darf nicht mit dem Emissionskurs verwechselt werden, dieser wird auf dem Kapitalmarkt durch Angebot und Nachfrage bestimmt.

N: Nennwert einer Aktie

G: Grundkapital der Aktiengesellschaft

A: Aktienanzahl

G
N = -
A


Früher mussten die Aktien in Deutschland auf einen Nennwert lauten (6 AktG a.F.), wobei ein Mindestnennbetrag von zunächst 50DM und später von 5DM pro Aktie gemäß 8 Abs.1 S.1 AktG a.F. vorgeschrieben war. Die Aktien konnten zwar verschiedene Nennwerte haben, waren aber durch die genannten Mindestnennbeträge determiniert.


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